Tarifvertrag groß und außenhandel

Heute sind die weltweit höchsten Gewerkschaftszugehörigkeitsraten in den nordischen Ländern zu beobachten. Im Jahr 2018 oder im letzten Jahr betrug der Anteil der Arbeitnehmer, die einer Gewerkschaft angehörten, 90,4 % in Island, 67,2 % in Dänemark, 66,1 % in Schweden, 64,4 in Finnland und 52,5 % in Norwegen, während dies in Grönland, den Färöern und den Inseln der Insel nicht bekannt ist. [49] Ohne Teilzeitbeschäftigte betrug die dichte schwedische Gewerkschaftsdichte im Jahr 2019 68 %. [50] In allen nordischen Ländern mit einem Gent-System – Schweden,[51] Dänemark und Finnland – beträgt die Gewerkschaftsdichte etwa 70 %. Die erheblich gestiegenen Mitgliedsbeiträge der schwedischen Gewerkschaftsarbeitslosenfonds, die von der neuen Mitte-Rechts-Regierung im Januar 2007 eingeführt wurden, führten zu einem starken Rückgang der Mitgliederzahlen sowohl in den Arbeitslosenkassen als auch bei den Gewerkschaften. Von 2006 bis 2008 ging die Gewerkschaftsdichte um sechs Prozentpunkte zurück: von 77 % auf 71 %. [52] Insgesamt zeigt die Studie, dass einerseits die nationalen Tarifstrukturen robust und flexibel genug erscheinen, um mNCs in ihnen ohne größere Störungen unterzubringen. Auf der anderen Seite und insbesondere auf den internationalisierten Produktmärkten unterstreichen jedoch die Spannungen zwischen dem internationalen Geltungsbereich der Geschäftstätigkeit und der Managemententscheidungen der MKN und der Fähigkeit nationaler Tarifverhandlungen, sie zu regulieren, die Notwendigkeit – wenn Tarifverhandlungen eine herausragende Form der Arbeitsmarktregulierung bleiben sollen – für die Entwicklung der immer noch embryonalen transnationalen Koordinierungs- und Verhandlungsmechanismen. Bei der Mobilisierung nimmt sie aufgrund der hohen Sichtbarkeit vieler MNCs manchmal spezifische Formen an. Besonderes Medieninteresse an Protesten gegen MNCs wurde in Belgien (Carrefour, Renault, Volkswagen), der Tschechischen Republik (Koda und Siemens), Dänemark (Lidl), Polen (Einzelhandelsketten) und dem Vereinigten Königreich (Total) festgestellt.

Darüber hinaus werden bei Protesten und Kampagnen gegen MNCs tendenziell häufiger andere Akteure wie Nichtregierungsorganisationen (NRO) einbezogen– wie im Fall von Attac in Frankreich zu sehen ist; oder sie können sogar zur Entstehung neuer Kampagnen führen, wie der Initiative “Biedronka” der Vereinigung der großen Handelsketten “Biedronka” in Polen. In den NMS und Spanien werden Gewerkschaftsproteste gegen MNCs häufig zusätzlich zu oder anstelle von Arbeitskampfmaßnahmen in Form von Rechtlichen Schritten stattfinden. Tarifverhandlungen sind weit gefasst und umfassen nicht nur Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen oder einzelnen Unternehmen, sondern auch Verhandlungen auf Unternehmensebene mit Betriebsräten oder ähnlichen Vertretungsgremien. Zwischen den Ländern, in denen Tarifvereinbarungen mit mehreren Arbeitgebern herrschen und Verhandlungen zwischen Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften beinhalten, und den Ländern, die durch Tarifvereinbarungen mit einem einzigen Arbeitgeber gekennzeichnet sind und Verhandlungen zwischen einzelnen Unternehmen und Gewerkschaften beinhalten, kann eine wesentliche Unterscheidung zwischen tariflichen Tarifverträgen im privaten Sektor im EWR getroffen werden. In einigen Ländern ist die typische Situation zwischen dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor unterschiedlich.

This entry was posted in Uncategorized by admin. Bookmark the permalink.